Kinder, Jugend und Soziales

Unsere Bornheim-Umfrage zeigt deutlich, dass die Kita-Landschaft aus Sicht der Bürger*innen noch Entwicklungspotenzial hat: Nur jeder achte Befragte gab an, dass wir im Stadtgebiet ein ausreichendes Angebot an wohnortnahen Betreuungsplätzen haben. Und nur ein knappes Drittel sagte, dass die Öffnungszeiten der Kitas bedarfsgerecht sind.

Wir setzen uns als SPD Bornheim weiterhin dafür ein, dass genügend neue wohnortnahe U3- und Ü3-Plätze geschaffen werden, damit jede Familie, die ihr Kind in die Betreuung geben möchte, auch zeitnah einen adäquaten Platz erhält – im Idealfall im eigenen Ortsteil (Kurze Beine, kurze Wege).

Darüber hinaus muss unsere Stadt (und unser Land) noch stärker in die Qualität der Betreuung investieren. Die Veränderungen unserer modernen Arbeitswelt erfordert zudem eine stärkere Flexibilisierung von Betreuungsmodellen, die dem Bedarf der Familien entspricht. Dazu gehören erweiterte Öffnungszeiten ebenso wie alternative Betreuungsmodelle (etwa Waldkindergärten) und mehr Betreuungsangebote in den Ferienzeiten.

Wir als SPD drängen auf kostenlose Bildung von der Kita bis zur Hochschule. Wir arbeiten darauf hin, dass die Kita-Gebühren im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt sinken und auf Dauer abgeschafft werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind wir zwingend darauf angewiesen, dass das Land NRW unsere Kommunen finanziell unterstützt, da die Corona-Krise auch unseren Haushalt noch viele Jahre zusätzlich belasten wird. Die Betragsfreiheit für Geringverdiener bis 25.000 Euro Bruttojahreseinkommen ist ein erster Schritt gewesen, als nächstes wollen wir die Beitragsfreiheit bis 35.000 Euro erreichen und gleichzeitig alle anderen Einkommensstufen sukzessive entlasten.

Schulen weiterentwickeln und Digitalisierung fördern
Die Bornheimer Schullandschaft hat sich unter Bürgermeister Wolfgang Henseler (SPD) erheblich weiterentwickelt. Wir haben zurzeit acht Grundschulen, eine Förderschule, zwei Gesamtschulen, ein Gymnasium und ein Mädchengymnasium sowie eine Mädchenrealschule in privater Trägerschaft. Mit der Bornheimer Schullandschaft ist der überwiegende Teil der Bornheimer*innen, die an der großen SPD-Umfrage teilgenommen haben, zufrieden bis sehr zufrieden (64,5%).

Alle Grundschulen und auch die Förderschule sind bereits Offene Ganztagsschulen (OGS). Im vergangenen Schuljahr konnte allen Kindern, die es wollten, ein OGS-Platz zur Verfügung gestellt werden. So erfreulich diese Entwicklung ist, so schade ist es, dass Eltern einkommensabhängige Gebühren für den OGS-Platz ihrer Kinder zahlen müssen. Auch hier machen wir uns für geringere Gebühren stark. Zufrieden sind wir erst, wenn – mit finanzieller Unterstützung des Landes – auch die OGS-Gebühren für die Familien in Zukunft entfallen. Mittelfristig wollen wir auch erreichen, dass Mittel zur Verfügung stehen, um den Grundschulen, die dies wünschen, zu ermöglichen (wieder) einen rhythmisierten Ganztag bei der Ausgestaltung ihrer OGS einzuführen.

Die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen hat deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung in den Schulen vorankommen muss. Die Umsetzung des Medienentwicklungsplans muss dringend beschleunigt werden, damit alle Schulen diesbezüglich auf dem aktuellen Stand sind.
Die SPD Bornheim würde es begrüßen, wenn die Quartiersidee zukünftig noch stärker in der Schule ankommen würde. Vereine und Ehrenamtliche aus dem eigenen Viertel sollten noch stärker eingebunden werden.

Wir sprechen uns dafür aus, dass alle Kinder an ihrem Ort einen Grundschulplatz bekommen. Für die weiterführenden Schulen wünschen wir uns, dass auch die Nachbarkommunen endlich attraktive weiterführende Schulformen anbieten, damit Bornheim zukünftig nicht mehr Kinder aus dem eigenen Stadtgebiet ablehnen muss, weil Schulplätze an Kinder aus Nachbarkommunen vergeben werden müssen.

Angebote für Kinder und Jugendliche in Bornheim
Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur Freiräume, sondern auch Angebote. In unserer Bornheim-Umfrage haben sich viele Teilnehmende eine größere Zahl an guten und sicheren Spiel- und Bolzplätze, Jugendtreffs sowie bezahlbare Musik- und Sportangebote gewünscht. 57 Prozent aller Befragten sind zudem der Meinung, dass die Schulsozialarbeit an den Bornheimer Schulen weiter ausgebaut werden sollte. Gleiches gilt für die Aktivitäten der Streetworker und für den Jugendbus. Für das städtische Schwimmbad wünschen sich die Menschen laut unserer SPD-Umfrage auch geringere Eintrittspreise für Kinder und Jugendliche. Wir nehmen diese Anregungen und Wünsche gern auf und werden beharrlich an ihrer Umsetzung arbeiten. Eine familienfreundliche Stadt liegt uns als SPD sehr am Herzen.