Siedlungsdichte muss in Bornheim verträglich bleiben

Alarm bei der Neuaufstellung des Regionalplans

Die Neuaufstellung des Regionalplans der Bezirksregierung Köln stellt die Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises teilweise vor Probleme. Immerhin bietet der Regionalplan die Grundvoraussetzung für die Bauleitplanung der Kommunen.

So ist für die Stadt Bornheim künftig eine Siedlungsdichte von mindestens 40 Wohneinheiten je Hektar vorgesehen. Der bisherige Wert geht auf Grund der tatsächlichen Grundstücksnutzung und der vorhandenen Erschließungsstraßen von 24 Wohneinheiten je Hektar aus. Mit der angestrebten Verdichtung soll erreicht werden, dass künftig nur noch 57 Hektar Bauland in Anspruch genommen werden sollen, statt 102 Hektar, wie im Flächennutzungsplan der Stadt Bornheim von 2011 dargestellt.

Dies hätte zur Folge, dass künftig eine Bebauung auf sehr kleinen Grundstücken mit nicht akzeptablen Geschosshöhen stattfindet, die mit den städtebaulichen Leitlinien der Stadt nicht mehr vereinbar sind.

Nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden Wilfried Hanft gefährdet eine solche Vorgehensweise die Attraktivität der Stadt Bornheim. „Denn viele Bürger haben in der Vergangenheit und werden in Zukunft ihre Entscheidung für einen Wohnsitz davon abhängig machen, dass keine Siedlungsdichte in der Form eintritt, wonach der verträgliche Charakter zwischen Bebauung und Grün-/Freiflächen zerstört wird. Dies wäre jedoch bei der Umsetzung dieser Pläne der Fall.“

Allerdings muss in Zukunft darauf geachtet werden, dass wir uns im Hinblick auf die dringend notwendige Schaffung bezahlbaren Wohnraums eine Schwerpunkt behaftete Einfamilienhaus-Idylle nicht mehr leisten können.

Deshalb unterstützte die SPD-Fraktion die Initiative der Verwaltung, eine Baudichte von 25 Wohneinheiten je Hektar für die Berechnung des Wohnbauflächenbedarfs zugrunde zu legen, die nun auch durch den Stadtentwicklungsausschuss beschlossen wurde.

Abschließend weist die SPD-Fraktion darauf hin, dass die Stadt Bornheim ihre langfristige Siedlungspolitik im Vertrauen auf den rechtsgültigen Flächennutzungsplan ausgerichtet hat, der insgesamt eine Wohnfläche von 102 Hektar enthält.